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Sterben Profile von Facebook und Co. wegen digitaler Reputation?

Knapp ein Drittel (Tendenz stark steigend) aller Personalmanager benutzen bereits das Internet für People-Screenings und erhalten somit wichtige Informationen über die digitale Reputation eines Bewerbers, der eventuell vor ihnen sitzt. Das ergab zumindest eine BDU-Umfrage. Die im Rahmen einer Studie befragten 300 Personalexperten gab an, Bewerber nach einer Internetrecherche schon einmal “aussortiert” zu haben.

Einfach den Namen eines Bewerbers in allgemeine Suchmaschinen oder spezielle Personensuchmaschinen eingeben und zuschauen, wie die Leichen aus dem Keller getragen werden. Klingt einfach, ist auch so. Das kann ein Image schnell, sauber und indiskret vernichten. Oder auch nicht. Denn viele haben erkannt, dass mittlerweile auch die digitale Reputation seiner Person eine immer wichtigere Rolle spielt, speziell für die Jobsuche. Was hat das nun mit Facebook zu tun?

Ann Mack, Director of Trendspotting bei JWT, sagt für 2008 voraus, dass sich die kannibalisierende Selbstdarstellung, eigentlich das öffentliche Upload unserer Leben, rächen wird. Ein großer Mob junger Leute, die durch MySpace, Facebook, YouTube und Co. sozialisiert wurden, werden nun langsam auf den Arbeitsmarkt gespült und sicherlich die eine oder andere Überraschung erleben, wenn sich potenzielle Arbeitgeber im Netz ein wenig genauer umschauen. Diese Gegebenheit erschließt natürlich neue Märkte, z.B. das Säubern von unangenehmen Spuren im Netz, zu Gunsten der digitalen Reputation. Und tatsächlich existieren bereits erste Angebote, die eine digitale Reputation etwas aufpolieren, wie z.B. in US of A: ReputationDefender.

Also werden wir, laut Mr. Mack, erleben, wie Facebook- / oder StudiVZ-Accounts von Usern selbst in den digitalen Suizid verabschiedet werden, auf Flickr verflüchtigen sich Bilder mit missinterpretationsfähigen Inhalten, auf YouTube oder Sevenload verschwinden Videos von exzessiven Partys inkl. Schweinereien im Nirvana.

Es ist gut möglich, dass aufgrund der digitalen Reputation die Beteiligung an sozialen Netzwerken einen Abschwung erleiden kann, muss aber nicht. Aber es bietet auch eine Chance: Wenn sich schon Personalmanager im Netz nach der digitalen Reputation erkundigen, dann kann man ihnen auch das geben, wonach sie suchen. D.h. bewusst eine positive digitale Reputation aufbauen. Dann kann die Stolperfalle zum Sprungbrett werden. Wie soll das gehen? Natürlich mit Digital Reputation Management. Sicherlich in der heutigen Zeit nicht nur für Unternehmen interessant…

Personalsuchmaschinen:

z.B. Dtl.: www.yasni.de, www.myonid.de

z.B. US of A: www.123people.com, www.spock.com

(via Klaus Eck, IHK Schwaben, Blogpiloten, Media Life Magazine)

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