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Visual Shopping (4): User Generated Produktwelten

Im Gegensatz zu kontextsensitiven Produktwelten werden die User Generated Produktwelten – wie der Name bereits beschreibt – vom Nutzer selbst erstellt. Dieser Typ knüpft an den Trend des User Empowerments und des Web 2.0 bzw. des Community-Gedanken an.

Die Vorteile der User Generated Produktwelten liegen auf der Hand: eigens vom Konsumenten gestaltet, besitzen sie einen weitaus individuelleren Charakter, als es bei allen anderen Produktwelttypen realisierbar ist. Demzufolge bedienen sie bestmöglich die Konsumentenbedürfnisse und bilden ihre Interessen ab, sodass Unternehmen viele Informationen bezüglich ihrer Kunden und dessen Präferenzen aus diesen Produktwelten generieren können.

 

polyvore
Quelle: Polyvore

Jedoch sind sie, wie jeder User Generated Content, schwer steuerbar und insofern ist die Qualität der Ergebnisse nur begrenzt absehbar. Folglich hängen der Aufbau der Produktwelt und die Zusammenstellung der Produkte sehr von den individuellen Gestaltungsvorstellungen des Users ab. Somit sind die Wirkungen der Produktwelten nicht steuerbar und das Resultat entspricht möglicherweise nicht den Vorstellungen des Unternehmens.

Ein weiterer Nachteil von User Generated Produktwelten besteht in der Konzentration der Tätigkeiten auf die Erstellung der Produktwelt, nicht den Kauf. So laufen viele digitale Produktwelten dieser Typologie Gefahr, aufgrund der Eigenkreationsmöglichkeiten den Bestellvorgang zu vernachlässigen und wenig, bzw. keine Umsätze zu erwirtschaften.

Im nächsten Teil der Serie "Visual Shopping" gehen wir näher auf Rich Media Produktwelten ein…
 

 

Änliche Beiträge

2 Kommentare

  1. norman


    Klasse Artikelserie!
    Aus meiner Sicht fehlt noch der Anreiz für den User, seine Welt zu “erzeugen” oder mit anderen zu teilen. Wenn man hier die Trendsetter (nenne wir sie Meinungsführer) kriegt, dann kann ich mir hohes Attraktionspotenzial vorstellen…

  2. Sylvio


    Das sehe ich genau so wie Norman. Bei User Generated Content spielt der Anreiz immer eine große Rolle. Meiner Meinung nach reicht in diesem Fall die Generierung eines Dialogs mit anderen Usern oder Visibility nicht aus. In Bezug auf Visual Shopping könnte man sich evtl. Revenue Sharings, Cashback-Modelle o.ä. als Anreiz vorstellen…

    Danke für das Kompliment!

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