Visual Shopping (2): Kontextsensitive Produktwelten
In kontextsensitiven Produktwelten werden Produkte angezeigt, die in einem komplementären und/oder substituierenden Kontext zueinander stehen. Dadurch können viele verschiedene Produkte miteinander verglichen werden, unabhängig davon, ob die Produkte dem gleichen Produkttyp zuzuordnen sind oder verschiedene Produktmerkmale aufweisen. Zu jedem Produkt besteht immer eine Verbindung bzgl. der Produkteigenschaften (z.B. gleiche Farbe, Form, Größe, etc. oder gleiche Produktart).
Durch die Möglichkeit, eine beträchtliche Anzahl an Produkten darzustellen, kann eine hohe Informationsdichte realisiert werden. Der Einsatz verschiedener Filtermöglichkeiten (als Filterkriterien können Produkteigenschaften herangezogen werden) verhindert einerseits, dass der Konsument mit zuviel Informationen überflutet wird („Information Overkill“) und bieten andererseits die Möglichkeit, Informationsasymmetrien nutzerinduziert (Screening) abzubauen. In diesem Zusammenhang fungieren Filter als Navigatoren, welche das Screening fördern.
Kontextsensitive Produktwelten sind sehr rational aufgebaut und weisen einen eher geringen Emotionalisierungsgrad auf. Daher liegt der Fokus auf der Darstellung und dem Vergleich der Produkte in Kombination mit der Vermittlung von Produkteigenschaften und -daten. Kontextsensitive Produktwelten sind besonders für Konsumenten geeignet, die vorwiegend zielorientiert shoppen und den direkten Einstieg zur Nutzung der Funktionalitäten suchen (Power User).
Die signifikante Schwäche der kontextsensitiven Produktwelten ist die fehlende Darstellung des konkreten Produktnutzens oder -einsatzes, da die Vermittlung von Informationen über die Produkteigenschaften im Vordergrund steht.
Im nächsten Teil der Serie "Visual Shopping" erläutern wir Real Environment Produktwelten…


Einen Kommentar schreiben zu “Visual Shopping (2): Kontextsensitive Produktwelten”