Dieser Schrott erinnert mich irgendwie an die Kampagne von Benetton im Jahre 1995. (Benetton zeigte auf Plakaten provokativ eine Armehose mit Blutspuren und Einschusslöchern…damals herrschte Krieg im ehemaligen Jugoslawien…)
Damals wie heute finde ich diese Art von Werbung völlig sinnfrei… ähnlich wie das schreddern eines iPhones… soll er doch mal seinen eigenen Mixer in seinem Mixer schreddern! Das wäre mal ein gelungener Marketingeffekt…
Die ganzen Benetton-Kampagnen fand ich persönlich auch geschmacklos. Unter dem Vorwand auf Missstände in der Welt hinzuweisen, hat man einfach nur versucht, mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erzeugen und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Aus meiner Sicht Heuchelei und für das Image nicht unbedingt förderlich.
Die Kampagne von Blendtec beurteile ich anders: Virales Marketing vom Feinsten! Im Gegensatz zu Benetton zeigen die Clips die wahre Funktion des Mixers: Dinge zu zerkleinern. Klar würde in der Realität kaum einer sein nagelneues iPhone zermalmen, aber unterhaltsam ist der Clip dadurch allemal. Bei Ebay wird kräftig geboten und die weltweite Blogosphäre tauscht sich über die “Will it blend” Kampagne aus. Was will man als Mixer-Hersteller mehr?
Sehe ich genauso wie Henrik. Die Kampagne brennt richtig in Amerika. Den Spruch “Will it blend?” kennt dort fast jeder. VM vom Feinsten, geschmacklich natürlich Ansichtssache. Bedenkenträger finden eine solche Ressourcenverschwendung natürlich inakzeptabel.
Reden die Leute darüber wie gut der Mixer im Haushalt arbeitet oder wie toll er Lebensmittel zerkleinert? Und genau da sehe ich das Problem… Sie reden wie toll seine Clips sind und was er alles schreddern kann. Klar ist das eine gelungene Viralkampagne. Doch ob er damit mehr Mixer verkauft ist fraglich. Schließlich liegen diese Geräte in einer Preiskategorie, die nicht jeden Käufer anspricht (der Mixer im Spot kostet normalerweise 599$ !!!). Würde mich mal interessieren, ob diese Clips den Absatz steigern. Aber wie ich gelesen habe verkauft die Firma jetzt Fanartikel. Ist ja auch was.
Trotz des jungen Alters des Internets existieren schon einige Phänomene und Gesetzmäßigkeiten, die eine Begründung für die eine oder andere Entwicklung liefern könnten. Wir möchten euch in unserer Serie einige Gesetze des Internets (nicht im rechtlichen Sinne) vorstellen...
Kostenlos übernachten! Hä? Wie? Ja genau, kostenlos übernachten. Wie geht das? Dafür stehen drei Communities zur Verfügung, die wir euch in den nächsten Wochen vorstellen werden.
7 Kommentare
Sylvio
12. Juli 2007
Dieser Schrott erinnert mich irgendwie an die Kampagne von Benetton im Jahre 1995. (Benetton zeigte auf Plakaten provokativ eine Armehose mit Blutspuren und Einschusslöchern…damals herrschte Krieg im ehemaligen Jugoslawien…)
Damals wie heute finde ich diese Art von Werbung völlig sinnfrei… ähnlich wie das schreddern eines iPhones… soll er doch mal seinen eigenen Mixer in seinem Mixer schreddern! Das wäre mal ein gelungener Marketingeffekt…
Henrik
12. Juli 2007
Die ganzen Benetton-Kampagnen fand ich persönlich auch geschmacklos. Unter dem Vorwand auf Missstände in der Welt hinzuweisen, hat man einfach nur versucht, mit allen Mitteln Aufmerksamkeit zu erzeugen und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Aus meiner Sicht Heuchelei und für das Image nicht unbedingt förderlich.
Die Kampagne von Blendtec beurteile ich anders: Virales Marketing vom Feinsten! Im Gegensatz zu Benetton zeigen die Clips die wahre Funktion des Mixers: Dinge zu zerkleinern. Klar würde in der Realität kaum einer sein nagelneues iPhone zermalmen, aber unterhaltsam ist der Clip dadurch allemal. Bei Ebay wird kräftig geboten und die weltweite Blogosphäre tauscht sich über die “Will it blend” Kampagne aus. Was will man als Mixer-Hersteller mehr?
Thorsten
13. Juli 2007
Sehe ich genauso wie Henrik. Die Kampagne brennt richtig in Amerika. Den Spruch “Will it blend?” kennt dort fast jeder. VM vom Feinsten, geschmacklich natürlich Ansichtssache. Bedenkenträger finden eine solche Ressourcenverschwendung natürlich inakzeptabel.
Sylvio
13. Juli 2007
Reden die Leute darüber wie gut der Mixer im Haushalt arbeitet oder wie toll er Lebensmittel zerkleinert? Und genau da sehe ich das Problem… Sie reden wie toll seine Clips sind und was er alles schreddern kann. Klar ist das eine gelungene Viralkampagne. Doch ob er damit mehr Mixer verkauft ist fraglich. Schließlich liegen diese Geräte in einer Preiskategorie, die nicht jeden Käufer anspricht (der Mixer im Spot kostet normalerweise 599$ !!!). Würde mich mal interessieren, ob diese Clips den Absatz steigern. Aber wie ich gelesen habe verkauft die Firma jetzt Fanartikel. Ist ja auch was.
GrobeKelle
26. Juli 2007
Genialer kann Marketing nicht sein. Gerade bei so einem “eigentlich” nichtssagenden Produkt. Chapeau!
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