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IBM Studie sagt einen Umbruch der Werbeindustrie voraus

Laut IBM werden die nächsten 5 Jahre die Werbeindustrie vor größere Herausforderungen stellen als die vergangenen 50 Jahre. Dies geht aus der neuen Studie “The end of advertising as we know it” hervor, die Ihr hier downloaden könnt (Auch eine Kurzfassung ist erhältlich).

Nach Befragung von 2.400 Konsumenten und 80 Werbefachleuten spielen dabei vier wesentliche Faktoren eine Rolle:

1. Aufmerksamkeit
Die Konsumenten haben durch die verschiedensten technischen Mittel mehr Kontrolle darüber, welche Werbung sie aus der täglichen Informationsflut bereit sind, zu konsumieren, und welche sie einfach ausblenden wollen. Das Zurücklehnmedium Fernsehen verliert weiter an Stellenwert gegenüber dem Internet.

2. Kreativität
Die Bedeutung von User-Generated-Content wächst, gleichzeitig entstehen online immer flexiblere und leistungsbasierte Werbemodelle. Werbung kann über Videoplattformen (zum Teil von Semiprofessionellen) zu geringen Kosten produziert und leichter vertrieben werden.

3. Messbarkeit
Der Bedarf nach individueller Ansprache jedes einzelnen Kunden bleibt bestehen. Das traditionelle Massenmarketing-Modell, bewertet nach der Anzahl an erzielten Kontakten, wird es zukünftig schwer haben, sich gegenüber leistungsbasierten Messmethoden zu behaupten.

4. Werbebeetats
Nach Meinung der Befragten werden sich in den nächsten 5 Jahren 30% des Werbekuchens, der momentan zum größten Teil aus Spendings bei den großen Broadcastern und Verlagen besteht, auf neue open platform Modelle (Facebook, MySpace und Google machen es momentan vor) verlagern.

via: Slashdot, TechCrunch

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7 Kommentare

  1. Thorsten


    Was mir hierbei noch fehlt, ist, dass man als Werbetreibender sehr darauf achten sollte, welche Art von Werbung man in den genannten Communities betreibt. Wenn man nicht gerade Branding betreiben will durch Allgegenwärtigkeit des eigenen Logos, bleibt reine Bannerschaltung aufgrund der miserablen Clickquoten relativ sinnlos. Die Werbetreibenden müssen vielmehr darauf abzielen, Erlebnisse/Aktionen zu schaffen, in deren Umfeld sie sich innerhalb der Community präsentieren. Hier gibt es viele Möglichkeiten, beispielsweise Brand Channels, um sich in einem Umfeld zu präsentieren, das eine erhöhte Interaktion und damit Involvement mit den Konsumenten ermöglicht.

  2. Sylvio


    Sehe ich genau so. Das Internet ist zu einem dialogorientierten Medium geworden und da sollten die Werber auch ihre Werbung danach konzipieren. Monologe Werbung geht nicht mehr (siehe Klickraten bei Banner…)

  3. Matthias


    Die IBM ist da reichlich optimistisch: In der Tendenz hat man sicher recht, aber so schnell wird es nicht überall gehen. Bei uns in der “schwäbischen Provinz” beispielsweise (Oberschwaben) ist es mit dem Web noch nicht so weit her und die Uhren laufen viel langsamer (leider!)….

  4. David


    Ich schließe mich Thorsten an. Paul Holmes, CEO der Holmes Group. meinte das die Werber und PR Leute die Konsumenten zukünftig in social communities abholen müssen. Sie müssen es schaffen in einen authentischen Dialog mit Kunden zu treten.

  5. Henrik


    Vor ein paar Tagen hat Facebook-Gruender Mark Zuckerberg zu dem Thema einen passenden Satz gesagt:

    “For the last hundred years media has been pushed out to people, but now marketers are going to be a part of the conversation.”

    Ich bin auch der Meinung, dass in den kommenden Jahren dialogorientiertes Marketing in Brand Channels und Communities stark an Bedeutung gewinnen wird. Wenn eine Marke authentisch sein will, muss sie den Dialog mit den Kunden wagen, auch wenn das Risiken mit sich bringen kann.

    Trotzdem bin ich noch ziemlich skeptisch was die Vorhersagen von IBM in Bezug auf den Wandel des Marketings in den kommenden 5 Jahren angeht. Auch in 5 Jahren werden Markenartikler nicht gaenzlich auf Print oder TV-Werbung verzichten, um Awareness fuer ihre Marke zu schaffen. Online-Werbung waechst zwar rasend, wird meiner Meinung nach aber noch einige paar Jahre brauchen, um die anderen Medien zu verdraengen. Da muss ich Matthias zustimmen - die Uhren laufen manchmal einfach langsamer als gewollt…

  1. Trackback von Webnews.de - 12. November 2007

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