Google erwägt Einstieg ins Mobilfunkgeschäft. Kommt bald das Google Phone?
Noch am Freitag wurde von “enttäuschenden” Quartalszahlen bei Google berichtet (internetmarketing-news.de). Jetzt holte Google ein Ass aus dem Ärmel und gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Internetriese bei der nächsten Auktion um Mobilfunkfrequenzen (700MHz) in den USA mitbieten will - vorausgesetzt die Regulierungsbehörde stimmt dem zu. Laut teltarif.de steht im Mittelpunkt der Auktion ein Frequenzblock, der für den Aufbau breitbandiger Mobilfunk-Netze eingesetzt werden kann. Eric Schmidt, CEO von Google, würde sich das 4,6 Mrd. $ kosten lassen. Allerdings verbindet er damit eine Forderung an die Federal Communications Commission, die Mobilfunknetze zu öffnen.
Und so stellt sich Google den zukünftigen Mobilfunkmarkt vor: Der Kunde kauft sein Handy im Laden und ist von Anfang an ungebunden, d.h. ist völlig frei bei der Wahl seines Netzbetreibers. Handies werden zu Mini-Computern, auf die man selbst die gewünschte Software, Contents und Services installiert. Die Kosten für breitbandige Verbindungen und Telefonate sollen zum Großteil durch Werbung finanziert werden - diese wird, wie sollte es anders sein, von Google online gesteuert. Wenn einem das alte Gerät nicht mehr gefällt, kann es einfach weiterverkauft werden, um sich ein neues zuzulegen. Das Google Phone wäre damit nur noch eine Frage der Zeit.
Google könnte dadurch schon in den kommenden Jahren ein ernstzunehmender Player im US-Mobilfunkmarkt werden - und damit bald neben seiner Vormachtstellung im Internet und den Investitionen im Print-Markt auch den Mobilfunkmarkt kräftig aufmischen. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Befürworter von dieser Idee, aber ein Gutes hat der Plan von Google: Mobilfunkkonzerne werden sich endlich mal Gedanken darüber machen, ob es nicht auch andere Wege gibt, Kunden an sich zu binden, als in Form von knebelnden Zweijahresverträgen, beschränkten Netzzugriffen, SIM Lock etc.
Abschließend noch ein Kommentar von Krucki zum zukünftigen Mobile Marketing von Google, auf den ich bei winfuture gestoßen bin:
“Warum sich aufs Internet beschränken. So kann man viel mehr Leute erreichen. Hm wie wäre es mit Überwachung der Gespräche? Reden zwei Frauen über ihre Tage bums 2 Minuten später gibts Tampon Werbung aufs Handy oder PDA…. Das beste? Die Werbung ist sogar kostenlos.”



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