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Gläserner Mensch?!

Seit Jahren wird immer wieder lebhaft über eine Ausweitung der so genannten Vorratsdatenspeicherung debatiert. Kurz zur Sache:

Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es darum, auf vorgehaltene Internet-Verbindungsdaten auch für zivilrechtliche Zwecke wie etwa zur einfacheren Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zugreifen zu dürfen. Wie der Name schon vermuten lässt, werden diverse Daten elektronischen Userverkehrs auf “Vorrat” gespeichert, um im Fall der Fälle als rechtliches Mittel eingesetzt zu werden.

Eine Idee, die natürlich die Musikindustrie besonders toll findet, wie in einem Artikel von heise.de zu lesen ist. Denn so kann man die Daten, vornehmlich natürlich die der P2P-Verbindungen, der User gegen sie verwenden.

Wie in einem weiteren Artikel von heise zu lesen ist, mit überragendem Erfolg: “Kronzeuge der Vorwürfe ist ausgerechnet eine Studie des Bundeskriminalamts, nach der die Vorratsdatenspeicherung die durchschnittliche Aufklärungsquote ‘von derzeit 55 % im besten Fall auf 55,006 %’ erhöhen kann.” Eine richtig lohnenswerte Steigerung von sage und schreibe 0,006 % also. Das nenne ich Effizent!

Wo soll das noch hinführen? Aber keine Panik, es gibt schon genug Beispiele, die dagegen etwas unternehmen…

Dann kann uns ja nichts mehr geschehen;). Auf in eine sichere Netzzukunft.

By the way: Vor meinem Haus sitzt neuerdings immer ein Polizist. Der schreibt auf wann ich wohin gehe und wann ich von wo wieder komme. Aber er hat ja recht. Falls ich mal eines Vergehens beschuldigt werde, sind schon genügend Daten von mir vorhanden, um ein vorzügliches Täterprofil zu erstellen;).

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